Pressespiegel

Duo Kravets-Kassung - Konzert Haus Basten 02. Februar 2020

Vernisage: Gemeinschaftsausstellung Künstler*innen GK-KULTURgut! am 12. Januar 2020

Kooperationsvertrag zwischen GKKULTURgut und der Volkshochschule Heinsberg geschlossen.

Eine neue Konzertreihe wird mit dem ersten Konzert am 02.02.20, 18.00 Uhr, in Haus Basten ins Leben gerufen. Von links nach rechts: die Organisatoren: Vorsitzender Willi Arlt von GKKULTURgut und Maria Slagboom als musikalische Beratung, sowie Ingo Rümke, VHS.

Die Kunst als Tagebuch voller Geschichten

Vernissage des Vereins GK-KULTURgut!: Werke der Keramikerin Suus Elkink und des Grafikers Leo Horbach im Haus Basten

Geilenkirchen „Was wären wir Menschen ohne Fantasie?“ Mit dieser rhetorischen Frage sprach Helga van der Poel die Besucher der Vernissage zur letzten Ausstellung des Vereins GK-KULTURgut! im Jahr 2019 an. „Symphonie der Fantasie – in Grafik und Keramik“ lautet der Titel der Ausstellung, die Werke der Keramikerin Suus Elkink und des Grafikers Leo Horbach unter dem Dach des Hauses Basten vereint.

Ausbruch aus dem Alltag

„Die Fantasiewelt oder Traumwelt“, so Helga van der Poel bei der Vernissage, „erlaubt uns einen Ausbruch aus dem alltäglichen Leben. Über die Kunst hat der Mensch den Zugriff auf etwas Ungreifbares und auf seine Gefühle.“ Helga van der Poel ist selbst Künstlerin, betrieb im limburgischen Wijlre viele Jahre eine Galerie und ist wie die beiden ausstellenden Künstler Mitglied des Kunstkreises Limburg.

Van der Poel stellte den anwesenden Kunstfreunden die beiden Künstler und ihre Werke vor. Suus Elkink lebe in Elkenrade und habe ein Studium für Kunsthandwerk, Textil und Keramik abgeschlossen. Längere Zeit sei sie als Designerin und Bildhauerin in einem Betrieb tätig gewesen, der große Skulpturen für Freizeitparks wie Fantasialand oder Efteling herstellt.

Humor aber auch Drama

Helga van der Poel: „Das war für sie eine lehrreiche Zeit, und sie wusste damals schon, dass sie ihre Kenntnisse einmal umsetzen würde in ihren eigenen Kreationen.“

Humor, Drama, Erzählung und Symbolik finde man in ihren Arbeiten. Oft stelle sie in ihren Keramiken Frauen dar. Augen als Spiegel der Seele seien eindrücklich dargestellt. Die Rednerin zitierte Suus Elkink: „Ohne die Kunst bin ich nicht vollständig. Es gibt einen ständigen Drang in mir, etwas zu schaffen.“ Welches Material sie verwende, sei dabei nebensächlich. „Es gibt mir Frieden, und wenn es mir keinen Frieden gibt, dann gibt es mir eine angenehme Unruhe. Es ist wie ein Tagebuch, in das ich meine Geschichte schreiben kann.“

Helga van der Poel ging auf eine Skulptur von Suus Elkink besonders ein. In dieser hatte sich die Künstlerin mit dem Tod ihres Vaters auseinandergesetzt. Gedanklich hatte Suus Elkink bei der Arbeit an dieser Plastik das Gedicht „Die gute Nacht“ von Dylan Thomas begleitet, in dem der walisische Dichter seinen Vater verewigt hatte.

Es endet mit der Zeile „Gehe nicht sanft in diese gute Nacht“. Die Skulptur zeige den Vater sitzend auf der Treppe zum Himmel, so Helga van der Poel. „Die Augen weit aufgerissen, kämpft und wehrt er sich gegen das Sterben des Lichts.“

Leo Horbach aus Landgraaf sei eigentlich auch ein Bildhauer. Er habe vor 45 Jahren die Kunstakademie Maastricht abgeschlossen und Großskulpturen für den öffentlichen Raum gefertigt. In der aktuellen Ausstellung zeige er aber seine iGraphics. Für diese Art der Grafik habe Horbach eine spezielle digitale Technik entwickelt. Helga van der Poel: „Sein Ausgangspunkt ist aber hier wie beim Bildhauen der Stein.“

Fotos von verwitterten Wänden, Teile von Ruinen oder Mauern mit Moos bewachsen bilden den Grund, auf dem Leo Horbach seine „plastische Wunderwelt“, so Helga van der Poel, zeichnend aufbaut. Manchmal seien in den iGraphics Beziehungen zur Mythologie zu entdecken, manchmal seien die Themen aber auch humorvoll.

Helga van der Poel ging auf eine Serie von vier Grafiken besonders ein.

Die Reihe trägt den Titel „The Civitavecchia Halluncinations“ und ist inspiriert von Mosaiken und Wandmalereien der untergegangenen Stadt Pompeij. Leo Horbach habe in der Nacht, nachdem er in einem Museum diese Kunstschätze gesehen habe, von kämpfenden Menschen, von der Hölle, von Bestien und furchterregenden Monstern geträumt. „Am nächsten Tag fing er an, die Bilder aus seinen Träumen zu visualisieren.“

International aufgestellt

Der Vorsitzende des Vereins GK-KULTURgut!, Willi Arlt, ließ in seiner Ansprache noch einmal die drei vorhergegangen Ausstellungen im Haus Basten, „Compagnons – die deutsch-französische Freundschaft“, die Maiausstellung mit zwei niederländischen Künstlern und die Gruppen Ausstellung „Dreiklang“ mit Künstlern des Vereins, Revue passieren und stellte fest: „In diesem Jahr waren wir international, und das war auch so gewollt.“

Gerade die Ausstellungsthemen 2019 hätten das Positive an der Europäischen Union und ihrer vielen verschiedenen Kulturen deutlich gemacht. Bürgermeister Georg Schmitz dankte dem Verein für sein Engagement: „Es ist erfreulich, dass auch im Bereich der Kultur eine so enge Kooperation mit unseren Nachbarn möglich ist.“

Die Ausstellung „Symphonie der Fantasie“ kann noch bis zum 24. November, donnerstags von 16 bis 19 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr, besichtigt werden.

Quelle: Text: Geilenkirchener Zeitung, Detmar Fischer

Ausstellung „Dreiklang“ im Haus Basten

Die Künstlergruppe des Geilenkirchener Kulturvereins „KulturGut“ zeigt sich mit einer neuen Kunstausstellung nach der Sommerpause im Haus Basten. In der Ausstellung mit dem Titel „Dreiklang“ kommt es zu einer Begegnung von Malerei, Plastik und Musik, mit Klangobjekten in einem Klangraum unter Beteiligung der Geilenkirchener Künstler Erika Giegla, Katalin Islik und Walter Verwoert. Das Spiel der Künstler zur Eröffnung ist im Sinne von Multimedia offen auch für ein Zusammenspiel mit interessierten Besuchern der Vernissage.

Erika Giegla, in Geilenkirchens Kunstszene wohl bekannt, malt seit über 25 Jahren vornehmlich in Acryl und Mischtechniken auf verschiedenen Untergründen. In ihrem Atelier in Geilenkirchen experimentiert sie mit Farbe und Form. Im Zentrum ihrer Malkunst stehen Farbe, Rhythmik, der Klang der Farblinien, Farbflecken und Farbflächen. Farbschichten führt sie so zusammen, dass sie zu einer Geschichte mit Tiefe führen, Spannungen erzeugen können und von einem unerwarteten Licht durchbrochen werden. Dabei lässt sich Giegla von geistigen und emotionalen Impulsen leiten, die unmittelbar ins Bild, in Malerei übersetzt werden. Zum Thema „Dreiklang“ werden speziell Bilder kreiert, die sich im Bereich klangvoll, rhythmisch, laut, leise, leicht, schwer und fließend bewegen. Sie malt Farben, die miteinander klingen.

Katalin Islik, die zweite ausstellende Künstlerin, wurde in Siebenbürgen geboren und kam nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften 1989 nach Deutschland. Im Alter von 12 Jahren begann sie mit dem Zeichnen und der Malerei, nahm Privatunterricht bei der in Rumänien renommierten Bildhauerin Judit Egyed. Nach der Übersiedlung nach Deutschland besuchte Katalin Islik Workshops bei Karin Leyen, Stolberg und Jochen Jung, Herzogenrath. Für die Künstlerin ist die Malerei ein wunderbarer Ausgleich zum ausgeübten Beruf als Buchhalterin und Dozentin für Sprachen an der VHS. In ihrem Atelier taucht sie bei entspannender Musik in eine Zauberwelt von Farben und Fantasien ein. Sie genießt die spannenden Momente, wenn sich die ersten Farben auf dem präparierten Untergrund verlaufen und sich miteinander vermischen, die faszinierenden Effekte regen ihre Fantasie an. Die Ausarbeitung der Werke erfolgt mal mit dem Spachtel, mal mit dem Pinsel, meistens aber der Hand und mit den Fingern. Es bereitet ihr Freude, die Farbe an den Fingern zu spüren. Die Farbauswahl erfolgt bei Katalin Islik instinktiv und daher auch wechselnd.

Walter Verwoert ist der Dritte im Bunde. Er wurde 1935 in Düsseldorf geboren und studierte von 1959 an 1965 an der dortigen Kunstakademie. Er war Meisterschüler von Joseph Beuys und von 1998 bis 2018 als Gasthörer für Kunstgeschichte, Philosophie, Typografie und Buchkunst. Die Orte seiner Lehrtätigkeiten von 1969 bis 2003 umfassten das Werkseminar und Lernort Studio in Düsseldorf, sowie die FH Aachen. Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit hat Walter Verwoert in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen seine Werke präsentiert, auch mit Aktionen und Klangrauminstallationen. Seine Werke wurden in bedeutenden Museen und Galerien in Aachen, Berlin, Düsseldorf, Köln, Mönchen-Gladbach und auch im Ausland gezeigt.

Aus seinen persönlichen Erfahrungen in den Sechzigern, den grenzüberschreitenden Aktivitäten der Künste, den Happenings und Fluxus entstand auch das Konzept für die Klangperformance zur Eröffnung der Ausstellung.

Die Vernissage zur Ausstellung „Dreiklang“ findet am Sonntag, 9. September um 11 Uhr im Haus Basten, Konrad-Adenauer-Straße 118 in Geilenkirchen statt. Für den Verein wird der stellvertretende Vorsitzende Herbert Aretz die Gäste begrüßen. Der Bürgermeister der Stadt, Georg Schmitz wird die Ansprache zur Eröffnung halten. Die Einführung zur Ausstellung wird gehalten von der Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges aus Aachen.

Nach der Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 29. September zu folgenden Zeiten geöffnet: Donnerstags von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Weitere Informationen auf www.gk-kulturgut.de. (Geilenkirchener Zeitung vom 16.08.2019)

Die drei Künstler freuen sich auf die Ausstellungseröffnung am 9. September. Foto: ssv/Horst-H. Zocher

Die 3 freuen sich

Die Künstlergruppe des Geilenkirchener Kulturvereins „KulturGut“ zeigt sich mit einer neuen Kunstausstellung nach der Sommerpause im Haus Basten. In der Ausstellung mit dem Titel „Dreiklang“ kommt es zu einer Begegnung von Malerei, Plastik und Musik, mit Klangobjekten in einem Klangraum unter Beteiligung der Geilenkirchener Künstler Erika Giegla, Katalin Islik und Walter Verwoert. Das Spiel der Künstler zur Eröffnung ist im Sinne von Multimedia offen auch für ein Zusammenspiel mit interessierten Besuchern der Vernissage.

Erika Giegla, in Geilenkirchens Kunstszene wohl bekannt, malt seit über 25 Jahren vornehmlich in Acryl und Mischtechniken auf verschiedenen Untergründen. In ihrem Atelier in Geilenkirchen experimentiert sie mit Farbe und Form. Im Zentrum ihrer Malkunst stehen Farbe, Rhythmik, der Klang der Farblinien, Farbflecken und Farbflächen. Farbschichten führt sie so zusammen, dass sie zu einer Geschichte mit Tiefe führen, Spannungen erzeugen können und von einem unerwarteten Licht durchbrochen werden. Dabei lässt sich Giegla von geistigen und emotionalen Impulsen leiten, die unmittelbar ins Bild, in Malerei übersetzt werden. Zum Thema „Dreiklang“ werden speziell Bilder kreiert, die sich im Bereich klangvoll, rhythmisch, laut, leise, leicht, schwer und fließend bewegen. Sie malt Farben, die miteinander klingen.

Katalin Islik, die zweite ausstellende Künstlerin, wurde in Siebenbürgen geboren und kam nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften 1989 nach Deutschland. Im Alter von 12 Jahren begann sie mit dem Zeichnen und der Malerei, nahm Privatunterricht bei der in Rumänien renommierten Bildhauerin Judit Egyed. Nach der Übersiedlung nach Deutschland besuchte Katalin Islik Workshops bei Karin Leyen, Stolberg und Jochen Jung, Herzogenrath. Für die Künstlerin ist die Malerei ein wunderbarer Ausgleich zum ausgeübten Beruf als Buchhalterin und Dozentin für Sprachen an der VHS. In ihrem Atelier taucht sie bei entspannender Musik in eine Zauberwelt von Farben und Fantasien ein. Sie genießt die spannenden Momente, wenn sich die ersten Farben auf dem präparierten Untergrund verlaufen und sich miteinander vermischen, die faszinierenden Effekte regen ihre Fantasie an. Die Ausarbeitung der Werke erfolgt mal mit dem Spachtel, mal mit dem Pinsel, meistens aber der Hand und mit den Fingern. Es bereitet ihr Freude, die Farbe an den Fingern zu spüren. Die Farbauswahl erfolgt bei Katalin Islik instinktiv und daher auch wechselnd.

Walter Verwoert ist der Dritte im Bunde. Er wurde 1935 in Düsseldorf geboren und studierte von 1959 an 1965 an der dortigen Kunstakademie. Er war Meisterschüler von Joseph Beuys und von 1998 bis 2018 als Gasthörer für Kunstgeschichte, Philosophie, Typografie und Buchkunst. Die Orte seiner Lehrtätigkeiten von 1969 bis 2003 umfassten das Werkseminar und Lernort Studio in Düsseldorf, sowie die FH Aachen. Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit hat Walter Verwoert in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen seine Werke präsentiert, auch mit Aktionen und Klangrauminstallationen. Seine Werke wurden in bedeutenden Museen und Galerien in Aachen, Berlin, Düsseldorf, Köln, Mönchen-Gladbach und auch im Ausland gezeigt.

Aus seinen persönlichen Erfahrungen in den Sechzigern, den grenzüberschreitenden Aktivitäten der Künste, den Happenings und Fluxus entstand auch das Konzept für die Klangperformance zur Eröffnung der Ausstellung.

Die Vernissage zur Ausstellung „Dreiklang“ findet am Sonntag, 9. September um 11 Uhr im Haus Basten, Konrad-Adenauer-Straße 118 in Geilenkirchen statt. Für den Verein wird der stellvertretende Vorsitzende Herbert Aretz die Gäste begrüßen. Der Bürgermeister der Stadt, Georg Schmitz wird die Ansprache zur Eröffnung halten. Die Einführung zur Ausstellung wird gehalten von der Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges aus Aachen.

Nach der Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 29. September zu folgenden Zeiten geöffnet: Donnerstags von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Weitere Informationen auf www.gk-kulturgut.de. (Geilenkirchener Zeitung vom 16.08.2019)

Austellung: Im Grunde - Haus Basten

KUNSTTOUR 2019

Tag der offenen Ateliers und Galerien rund um Geilenkirchen

Willi Arlt (l.) und Uschi Zantis (2.v.l.) zeigen in der Volksbank in Geilenkirchen ihre Kunst. Vorstand Dirk Cormann (r.) hatte den Kunsthistoriker Dr. Josef Gülpers (2.v.r.) als Redner zur Vernissage eingeladen. Foto: Dettmar Fischer

Auf den Spuren zweier Künstler - Ausstellung „Tandem“

Geilenkirchen - Die beiden Künstler Uschi Zantis und Willi Arlt bestreiten gemeinsam die Ausstellung „Tandem“ im Rahmen der Reihe „Kunst in der Bank“ im Regionalzentrum Geilenkirchen der Volksbank Heinsberg.

Die beiden Künstler kommen sich weder inhaltlich noch räumlich in die Quere, zu unterschiedlich sind ihre Arbeiten. Dennoch ergibt sich für den Betrachter ein harmonisches Ganzes, das es zu entdecken gilt.

Wer den künstlerischen Spuren der Übach-Palenberger Malerin Uschi Zantis und des Linderner Bildhauers Willi Arlt also folgen möchte, kann dies noch bis zum 24. Mai tun.

Willi Arlt präsentiert seine Skulpturen auf eigens angefertigten Podesten, die Teil des Kunstwerkes werden. Uschi Zantis gehören die Wände der Volksbank. Ihre Arbeiten scheinen abstrakt zu sein, lassen aber durchaus auch figürliche Elemente in den Details erkennen. Willi Arlt ist für seine figürlichen Darstellungen bekannt. Das Eisen ist sein Material. Seine Menschendarstellungen variiert er, mal steht die Form in Vordergrund, mal die Situation etwa bei der Spaziergängerin mit Hut und Kind oder dem Kanaldeckelausheber.

Volksbank-Vorstand Dirk Cormann freute sich, dass bei der Vernissage der Ausstellung viele Kunstinteressierte die Gelegenheit nutzten, sich mit den Werken der beiden Künstler auseinanderzusetzen. Zur Einführung in die Arbeitsweise von Uschi Zantis und Willi Arlt hatte die Volksbank den Aachener Kunsthistoriker und -sammler Dr. Josef Gülpers eingeladen. Uschi Zantis, so Gülpers, mache den Betrachter ihrer Bilder aufmerksam auf die scheinbar unscheinbaren Dinge.

Gülpers: „Ein verstecktes Spinnennetz in einer dunklen Ecke, ein weggeworfenes Stück Holz, ein Kanaldeckel, ein aufgerollter Holzspan.“ Zantis überdimensioniere und füge den Gegenstand in einen neuen ungewohnten Kontext ein. Ihre Aufmerksamkeit gelte Dingen, die von langem Gebrauch künden würden, wie das Gesicht eines alten Menschen seine Erfahrungen widerspiegele.

Willi Arlt gehe nicht analytisch an die Umsetzung einer Bildidee, so Josef Gülpers, „sondern das Werk formt sich aus dem Bauch heraus.“ Gülpers: „Willi Arlts menschliche Figuren offenbaren den Menschen hinter dem Künstler.“ Arlt bringe seine Gefühle, seine Gedanken in diese Figuren ein. Der Künstler selber habe dazu gesagt: „Wer mich sucht, kann mich in meinen Werken finden.“

Quelle: Geilenkirchener Zeitung, Text und Foto: Dettmar Fischer, 26.04.2019

GK Kulturgut trifft mit seiner Ausstellung den Nerv der Zeit

„Compagnons – Deutsch-Französische Freundschaft“ lautet der Titel der Jahresausstellung des Vereins GK Kulturgut, die am Sonntag im Haus Basten in Geilenkirchen eröffnet wurde. Die Schau wird bestritten von der Künstlergruppe GK KUNST.

Die Aachener Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges führte die Vernissagebesucher von „Compagnons – Deutsch-Französiche Freundschaft“ in die Thematik und die präsentierte Kunst ein. Sie knüpfte an die vielbeachtete Rede an, die der französische Präsident Emmanuel Macron im November 2018 im deutschen Bundestag gehalten hatte. Macron hatte im Namen des französischen Volkes die „unerschütterliche Freundschaft mit dem deutschen Volk“ bekräftigt.

Doch auch im Kleinen wolle diese Freundschaft gelebt werden, wie etwa im Rahmen der deutsch-französischen Städtepartnerschaft zwischen Geilenkirchen und Quimperlé. Alexandra Simon-Tönges: „Die Künstler des Vereins GK Kulturgut treffen einen Nerv der Zeit, wenn sie sich in unruhigen politischen Zeiten, die geprägt sind von wiederauflebendem Nationalismus und einer anti-europäischen Stimmung in einigen EU-Ländern, dem Thema der Deutsch-Französischen Freundschaft zuwenden.“

Jeder der beteiligten Kunstschaffenden nähere sich dem Thema auf seine ganz eigene Weise. Herbert Aretz blicke weit zurück in die Geschichte, als das Gebiet, das heute große Teile Deutschlands und Frankreichs umfasse, von Karl dem Großen beherrscht worden sei. Das Aquarell „Charlemagne“ stecke voller Symbole, die einen weiten Bogen spannen würden vom Frühmittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Christiane Lork beschäftige sich ebenfalls mit historischen Ereignissen und rücke den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Symbolhaftigkeit von Gesten, insbesondere die des freundschaftlichen Handschlags, sei auch das zentrale Thema in Friedel Heegs Gemälde „Donc et pas autrement“ (So und nicht anders). Der Handschlag werde flankiert von den Wappen Quimperlés und Geilenkirchens, dem Eiffelturm, französischen Spezialitäten sowie dem Brunnen vor dem Gymnasium St. Ursula.

Fery Echghi habe eine der zahlreichen städtepartnerschaftlichen Begegnungen in den Mittelpunkt seiner fotografischen Arbeit gerückt. Er habe eine Fotocollage mit dem Titel „Begegnung“ erstellt, die einerseits Motive aus der Partnerstadt und aus Geilenkirchen zeige. Horst-H. Zocher habe ebenso die Gestaltungsform der Fotocollage gewählt, jedoch nicht in Form einer strukturierten und linearen Anordnung wie sie Fery Echghi gewählt habe, sondern er stelle die Einzelbilder als digital bearbeitete Ausschnitte in einer losen Ordnung zusammen.

Joep Albertz schaue nicht nur auf das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich, sondern nehme die Europäische Union mit in den Blick. Das Gemälde „Unter der Oberfläche“ zeige unter der schwungvoll mit der Rakel über den Bildträger gezogenen blauen Farbe und den goldenen Sternen den Bundesadler, den gallischen Hahn, den Eiffelturm und das Brandenburger Tor. Willi Arlt rücke in seinem Ausstellungsbeitrag das Aufeinanderzugehen in den Mittelpunkt. Seine zweiteilige Eisenplastik „Meine Welt ist offen“ zeige zwei Menschen, die sich jeweils in einer Hälfte einer Kugel befänden und bereit seien, ihren „Kosmos“ zu verlassen, um aufeinander zuzugehen.

Peter Hyden zeige Personen, die sich einander schon sehr nahe seien. Das dargestellte Paar zeige eine innige Verbundenheit, Assoziationen an deutsch-französische Freundschaften. Eine monochrome, helle Farbgebung würde Harmonie beschreiben. Die Möglichkeiten der Symbolkraft von Farben seien für Karin Thiel ebenfalls relevant. Die Farben der deutschen und französischen Flagge seien auf einer hochformatigen Tafel angeordnet. Alexandra Simon-Tönges: „Ein Zusammenprall der Farben oder ihr Verschmelzen, wie auch immer der Betrachter diese Gegenüberstellung der Farben wahrnimmt, in jedem Falle ist die Farbwirkung stark, laut und lebendig.“

Erika Giegla erweitere die Wirkung starker Farben um plakative Buchstaben und angedeutete Architekturen. Die Buchstaben DE und FR verwiesen auf beide Länder; schemenhaft skizzierte Bauten, Brandenburger Tor und Eiffelturm, würden die Darstellung symbolisch aufladen. Eine völlig andere Herangehensweise an das Thema habe Walter Verwoert gewählt. Er zeige Felsenpaare, die in ihrer organischen Form zahlreiche Assoziationen wecken würden. Simon-Tönges: „Und so wie der Wind und das Wasser seit Jahrtausenden Kanten in die Steine schleifen, so sind die beiden benachbarten Länder, ihre Landschaft und ihre Menschen geschliffen und geformt worden.“

Landschaft präsentiere auch Katalin Islik. Sie zeige die charakteristische Vegetation bestimmter Regionen als das Gesicht eines Landes. So versetzten die gezeigten Lavendelfelder den Betrachter in die südfranzösische Provence.

Alexandra Simon-Tönges sagte, die Künstler des Vereins GK Kulturgut würden dem Miteinander Frankreichs und Deutschlands mit dieser Ausstellung nicht nur ein facettenreiches Bild verleihen, „sondern sie erinnern darüber hinaus daran, dass vieles erreicht wurde, das es zu erhalten gilt.“

Die Ausstellung „Compagnons - Deutsch-Französische Freundschaft“, zu der auch ein Katalog erschienen ist, ist noch bis zum 24. Februar sonntags von 14 bis 18 und donnerstags von 16 bis 19 Uhr im Haus Basten kostenlos zu besichtigen. Am Donnerstag, 21. Februar, bleibt die Ausstellung geschlossen.

Text Detmar Fischer, Geilenkirchener Zeitung v. 28.01.2019

Neues Domizil im Gelo Carré

GK-KulturGUT plant im Jahr 2019 viele Events

Geilenkirchen. Der GK-KulturGUT will sich 2019 breiter präsentieren und plant Events in seiner Galerie im Gelo Carré. In der ersten Ausstellung des Jahres geht es um die Deutsch-französische Freundschaft.

Aus zwei getrennten Hälften einer Weltkugel wenden sich zwei menschenähnliche Figuren aus Stahl einander zu und reichen sich die Hand - mit dieser Eisenplastik beteiligt sich der Linderner Künstler Willi Arlt an der nächsten Ausstellung vom GK-KulturGUT im Haus Basten in Geilenkirchen. In einer Zeit, in der in Europa der Ruf nach Abschottung immer lauter wird und der Nationalismus immer mehr Zuspruch findet, befasst sich die Künstlergruppe GK Kunst in ihrer kommenden Ausstellung unter dem Titel „Compagnons“ bewusst mit der deutsch-französischen Freundschaft.

„Wir wollten dieser Bewegung etwas entgegensetzen“, sagt Arlt, der erste Vorsitzende des Vereins. „Gerade da die Städtepartnerschaft zwischen Geilenkirchen und Quimperlé in der Bretagne erst vor zwei Jahren ihren 50. Geburtstag feierte.“ Die Vernissage ist für Sonntag, 27. Januar, um 11 Uhr geplant. Diese Ausstellung bildet den Auftakt zum Jahresprogramm des Vereins.

Der GK-KulturGUT blickt auf ein spannendes und von Umbrüchen geprägtes Jahr zurück. Im September wurde ein neuer Vorstand gewählt. „Ich habe mir eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt und die Arbeit verlief von Beginn an gut und harmonisch“, erzählt Willi Arlt.

Im Zuge der Neugliederung wurde die Homepage des Vereins neu gestaltet, und zwölf lokale bildende Künstler schlossen sich in der Arbeitsgruppe GK Kunst zusammen. „Auch mit unserem virtuellen Rundgang sind wir erst Ende November online gegangen“, erinnert sich Arlt. Kunstinteressierte können seitdem in einer Animation die Exponate der Vereinsmitglieder online anschauen. „Diese Ausstellung gibt es so nicht. Das ist alles rein virtuell“, erklärt Arlt.

Das Feedback zu dem Rundgang durch die digitale Schatzkammer des Vereins sei sehr gut. Und auch Willi Arlt gefällt das Spiel des Lichts auf den Bildern, das Design des Museums und die Präsentation der Bilder gut, trotzdem sieht er noch Verbesserungspotenzial. So sollte die Anzahl der gezeigten Werke pro Künstler seiner Meinung nach noch ausgeglichener werden. „Diese zusätzliche digitale Plattform für unsere einheimischen Künstler ist - zumindest laut dem Ersteller-Team - einmalig in Deutschland“, erzählt Arlt. Die virtuelle Ausstellung soll, ganz wie eine richtige Ausstellung, regelmäßig mit neuen Werken aktualisiert werden. In welchem Turnus wisse der Verein aber noch nicht.

Auch 2019 bilden ansonsten vier Ausstellungen im Haus Basten das Zentrum der Vereinsaktivitäten. Neben der Ausstellung zur deutsch-französischen Freundschaft erarbeitet die GK Kunst derzeit zu einem bisher unbekannten Thema eine zweite Ausstellung, die im September stattfinden soll. In den zwei weiteren Ausstellungen werden namhafte Künstler von außerhalb ihre Werke präsentieren. „Unser Wunsch ist es, renommierte Künstler nach Geilenkirchen zu holen und die Stadt damit kulturell mehr nach vorne zu bringen.“ Denn diese Ausstellungen würden ganz andere Besucher ansprechen und nach Geilenkirchen holen.

„Im Mai planen wir eine Ausstellung mit zwei Künstlern aus den Niederlanden“, verrät Willi Arlt. Einer von ihnen ist der Fotograf Luc ten Klooster. „Als ich auf einer Veranstaltung eine zehn mal 1,8 Meter große Fotografie von ihm sah, war ich dermaßen fasziniert, dass ich ihn unbedingt für eine Ausstellung im Haus Basten gewinnen wollte.“ Für die vierte Ausstellung konnte der Verein unter anderem den niederländischen Künstler Leo Horbach gewinnen. „Mit ihm habe ich schon mehrfach zusammen ausgestellt“, sagt Willi Arlt. Normal sei Horbach vor allem als Bildhauer aktiv. Doch nach Geilenkirchen kommt er mit etwas ganz besonderem - seinen „iGraphics“. „Dafür fotografiert er Strukturen und Risse in Wänden und malt dann auf seinem iPad Figuren in die Umrisse“, erklärt Willi Arlt.

Text: GZ/MICHÈLE-CATHRIN ZEIDLER

Neue Ausstellung im Haus Basten eröffnet - 8.11.2018

Geilenkirchen. - „Sein Bedarf an Besteck ist immens“, betonte der Aachener Kunsthistoriker Josef Gülpers in seiner Rede zur Vernissage der aktuellen Kunstausstellung im Haus Basten in Geilenkirchen. Er bezog sich mit dieser Aussage auf das Werk des Bildhauers Alexander Göttmann, der zusammen mit dem Maler Andrey Noda die letzte Ausstellung bestreitet, die der Verein „GK KULTURgut!“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Geilenkirchen in diesem Jahr ausrichtet.

Der Vereinsvorsitzende Willi Arlt begrüßte die Gäste am Sonntagmorgen zur Vernissage. Arlt kündigte an, das dem Verein „GK KULTURgut!“ zukünftig in einem leer stehenden Geschäftslokal im Gelo Carré Räume zur Verfügung stehen würden, in denen der Verein die Kunst seiner Mitglieder präsentieren werde.

Auf den Ausstellungstitel „November: Farbe und Formen“ bezog sich Bürgermeister Georg Schmitz in seinem Redebeitrag. Schmitz: „Wenn ich in diesen Tagen durch Geilenkirchen spaziere, zum Beispiel an der Wurm entlang, dann wiegen sich die letzten Blüten des Jahres sanft im Wind, noch feucht vom Morgentau. Die bunten Blätter fallen von den Bäumen, säumen windverweht den Weg und weisen mir unbestimmt die Richtung.“ Diese poetische Betrachtung der Jahreszeit leitete schön über zur fachkundigen Rede des Kunsthistorikers Josef Gülpers; schließlich nimmt auch die Kunst den Betrachter manchmal mit auf einen Weg in eine unbestimmte Richtung. Der Künstler Alexander Göttmann stellt gerne Tänzerinnen in seinen Werken dar. Andrey Nodas Bilder sind farbig, ohne nur fröhlich zu sein.

Ruhe in einer schnelllebigen Zeit

Der Maler Andrey Noda, so Gülpers, verfüge über „eine außerordentliche künstlerische Sensibilität, die feinen Nuancen seiner eigenen, inneren Zustände ins Bild zu setzen. Seine Bilder strahlen Ruhe aus.“ Dies sei angenehm in unserer schnelllebigen und hektischen Zeit. Gülpers: „Er weiß, dass die Suche nach dem Selbst Zeit benötigt.“

Die Werke Nodas seien von zwei Eigenschaften bestimmt. Eine Seite sei farbig, hell, dynamisch, dekorativ, sonnig und heiter; die andere düster und schattenhaft. Der Künstler selbst bezeichne seine Bilder als „Reise ins Ego-Zentrum“. Er beschreibe die Gesichter und Gestalten in seinen Bildern als seine individuelle Erfahrung mit Engeln und Dämonen seiner Seele. Es sei kein Zufall, dass diese Bilder typische Merkmale von Masken und rituellen Körperbemalungen sogenannter „primitiver“ Völker aufweise. Josef Gülpers: „Der existentielle Zustand ist das grundlegende Thema von Andrey Noda.“ In ihrer grundsätzlichen Einsamkeit ähnelten Nodas Figuren denen Giacomettis. Gülpers: „Wie Giacometti verfolgt er die Schaffung eines Grundbildes, eines elementaren Ausdrucks des Daseins.“

Andrey Noda sei 1962 in Alma-Ata, dem heutige Almaty in Kasachstan geboren worden. Alexander Göttmann habe zusammen mit Noda in Kasachstan Bildhauerei, Malerei und Design studiert. Neben verschiedenen Bestecken, Messern und Löffeln, verwendet Göttmann Draht in seinen Skulpturen. Eher zufällig, so Gülpers, sei Göttmann darauf gestoßen, dass ein Drahtgerüst, das er für eine Tonskulptur angefertigt habe, eine derart starke Ausdruckskraft aufgewiesen habe, dass der Ton nicht mehr nötig gewesen sei.

Draht und Blech

Göttmann liebe es, mit verschiedenen Drahtsorten, denen eine unterschiedliche Aussagekraft aufgrund ihrer unterschiedlichen Farbe zugrunde liege, seine Skulpturen aufzubauen. Gülpers: „Alexander Göttmann möchte in seinen Bildern und Skulpturen Stimmungen und seelische Impressionen wiedergeben, er möchte die Fantasie des Betrachters anregen.“

Zum Draht sei das Blech hinzugekommen. Gülpers: „Inspiriert von den geschwungenen Formen des Guggenheim Museums in Bilbao gestaltet er mit genieteten Blechen seine Figuren.“ Die Figuren zeigen Menschenvögel, mythologische Wesen und Tänzerinnen. „Die meisten seiner Wesen verfügen über Flügel“, erläuterte Josef Gülpers. Er fügte hinzu: „Es ist nicht einfach zu unterscheiden, ob es Engel, Götter, Mischwesen sind, oder ob es sich um geflügelte, sinnliche Menschen handelt.“ Der Künstler beschreibe sie als geflügelte Wesen mit weiblichen Zügen, die er als Engel der Liebe bezeichnen würde. „Ich male nicht, was ich sehe, sondern, was ich fühle“, zitierte Josef Gülpers den Bildhauer Alexander Göttmann.

Die Ausstellung im Haus Basten am Friedlandplatz in Geilenkirchen ist bis zum 9. Dezember sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 19 Uhr kostenlos zu besichtigen. Quelle: Geilenkirchener Zeitung, Text Detmar Fischer

Virtuelles Museum mit beeindruckenden Lichteffekten

Kunst für Jedermann: Der Verein GK-KULTURgut! präsentiert in virtuellen Museumsräumen Wechselausstellungen seiner Künstler.

Geilenkirchen Das neue Projekt des Vereins GK-KULTURgut! gewährt einen nicht ganz alltäglichen Streifzug durch die Welt der Kunst. Im Rahmen eines virtuellen Museumsbesuchs können Kunstliebhaber die Exponate der Vereinsmitglieder online anschauen, und das zu jeder beliebigen Tages- oder Nachtzeit.

Mit seinem virtuellen Kunstmuseum hat der Verein GK-KULTURgut! sich ein „Museum gebaut“, das in der realen Welt sicherlich ein paar Milliönchen gekostet hätte. Doch im virtuellen Raum ist Manches günstiger zu haben, auch ein Museum.

Sicherlich sei der virtuelle Rundgang mit einem echten Museumsbesuch nicht zu vergleichen, das weiß auch der Vereinsvorstand um den neuen Vorsitzenden Willi Arlt. Manch einem Besucher werde vielleicht das besondere Flair, die Dreidimensionalität des Farbauftrages und die Interaktion mit anderen Museumsbesuchern fehlen.

Dafür habe das virtuelle Kunstmuseum aber andere Vorzüge, glauben die Ausstellungsmacher. Wann habe man schon die Gelegenheit, alle Kunstwerke in einem Rundgang digital zu betrachten, die man sonst in dieser Vielzahl an einem Ort nicht erreichen könne?

Die beeindruckende 3D-Animation stellt eine wirklichkeitsnahe Veranschaulichung von Kunstgegenständen dar. Die Kunstobjekte werden in einer virtuellen Kamerafahrt dargestellt mit computergenerierten Lichteffekten.

Die Gestaltung und Umsetzung hatte Albert Baeumer aus Geilenkirchen übernommen. Dem Besucher des Museums GK-KULTURgut! eröffnet sich also eine digitale Kunstschatzkammer in einem Ambiente, das so in Geilenkirchen nicht zu finden ist. Der Vorstand geht davon aus, dass sein Kunstmuseum das erste Museum in Deutschland ist, das die Werke seiner Künstler „in einem nichtrealen 3D-Umfeld videobasiert virtuell“ präsentiert.

Die Kunstausstellung wird, wie in jedem anderen Museum auch, stets aktualisiert und erweitert. Der Eintritt ins Museum unter www.gk-kulturgut.de ist kostenfrei. Der Museumsrundgang dauert vier Minuten und 58 Sekunden.

Quelle: Geilenkirchener Zeitung, 13.11.2018, Text und Foto Detmar Fischer

Vernisage 9. September 2018 im Haus Basten - MannS Bilder

Mannsbilder zeigen „MannS Bilder“

Die ausstellenden Mannsbilder heißen Willi Arlt, Herbert Aretz, Peter Hyden und Joep Albertz. „Kerle gestanden - gereift, von Arbeit und Pflicht gezeichnet, selbstbewusst, das Selbst zeigend in Farben, in Formen, in Bildern, in Figuren, der weiche Ausdruck des harten Kerns“, mit diesen Worten beschreibt Willi Arlt seine Gedanken zum Ausstellungstitel.

Gut vernetzt

Arlt ist nicht nur einer der vier Künstler, die die Ausstellung mit ihren Werken bestückt haben; er ist auch seit Kurzem der 1. Vorsitzende des Vereins „GK-Kulturgut! — Kunst und Kultur für Geilenkirchen“. Arlt konnte zur Vernissage der Ausstellung nicht anwesend sein. Wie sein Stellvertreter Herbert Aretz erklärte, hätten sich Teile des bisherigen Vorstands, unter anderem die 1. Vorsitzende Nada Reinhardt, zurückgezogen, so dass bei der Mitgliederversammlung vor sechs Wochen ein neuer Vorstand gebildet worden sei.

Der neue 1. Vorsitzende Willi Arlt dürfte den Kunstfreunden in der Region bekannt sein. Er ist gut vernetzt, Vorsitzender von „ProArte“ in Erkelenz, Vorsitzender Vertreter im Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen und Mitorganisator beim Internet-Portal „Kunstlabor“. Herbert Aretz: „Willi Arlt hat sich bislang als Künstler einen Namen gemacht und wird in Zukunft die Belange des Vereins in engster Zusammenarbeit mit dem Vorstand führen.“ Arlt zeigt im Haus Basten eine Auswahl seiner Eisenskulpturen. Der 2. Vorsitzende des Vereins „GK-Kulturgut!“, Herbert Aretz, präsentiert Aquarelle. Peter Hyden und Joep Albertz, die ebenfalls zum Team gehören, haben sich auf Acrylbilder spezialisiert.

Herbert Aretz hieß die Vernissagebesucher, unter ihnen auch den stellvertretenden Bürgermeister, Leo Kuhn willkommen. Den Titel „MannS Bilder“ habe man als Gegenstück zur im vergangenen Jahr an gleicher Stelle stattgefundenen Frauenausstellung gewählt, erläuterte Aretz. „Ich überlasse es Ihnen als Betrachter, ob sie einen generellen Unterschied zwischen der Frauen- und der Männerkunst feststellen“, fügte er hinzu.

Zeichnungen und Aquarelle

Der Aachener Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke hatte die Aufgabe übernommen, dem Vernissagepublikum die Werke der vier Künstler näherzubringen. Tölke verwies darauf, dass die vier Männer ihre künstlerische Laufbahn begleitend oder im Anschluss an ihre berufliche Tätigkeit begonnen hätten, wobei der Beruf, etwa als Architekt, sicherlich die Kunst mit beeinflusst habe. Zeichnungen und Aquarelle seien entstanden, nach und nach hätten sich die Künstler mit den verschiedenen Materialien vertraut gemacht. Herbert Aretz zeigt Aquarelle der Völklinger Hütte. Den historisch-nostalgischen Charme der „Lost Places“, so Tölke, habe Aretz in verschiedenen Farbtönen wiedergegeben. Der Blick des Künstlers habe nicht nur die Farblichkeit reduziert, sondern auch formale Entscheidungen bei der Wiedergabe getroffen.

Eine weitere Werkgruppe von Herbert Aretz ist Hafenszenen gewidmet. Peter Hyden abstrahiert seine Bildmotive, bis diese nicht mehr auf direktem Wege zu erkennen sind. Zu seiner Arbeitsweise sagt Hyden: „Während des Schaffensprozesses untersuche ich markante Stellen des entstehenden Gemäldes und optimiere diese.“ Dirk Tölke verwies darauf, dass die Kunst auch darin bestehe, im richtigen Moment den Schaffensprozess zu beenden. Bewusst verzichtet Peter Hyden darauf, seinen Bildern Titel zu geben.

Joep Albertz wurde in der Region auch durch Ausstellungen des Künstler-Forums Schloss Zweibrüggen bekannt. Farbige gegenstandslose Bilder sind der Arbeitsschwerpunkt des Architekten. Kräftig leuchtend sind die gewählten Acrylfarben. Er experimentiert gerne und findet immer neue Ansätze, seine Kunst weiterzuentwickeln.

Die Eisenskulpturen von Willi Arlt entstehen oft aus Baustahl. Die menschliche Figur wird variiert. Arlt sagt zu seinen Arbeiten: „Manchmal sind die Werke aus einer Geschichte heraus entstanden, und sie materialisieren Gedanken und Gefühle.“

Die Ausstellung „MannS Bilder“ im Haus Basten ist bis zum 7. Oktober zu besichtigen, und zwar donnerstags von 16 bis 19 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie am Mittwoch, 3. Oktober, von 14 bis 18 Uhr. Quelle: Geilenkirchener Zeitung/Text Detmar Fischer

Renommierte Künstler in die Stadt holen

GEILENKIRCHEN Renommierte Künstler möchte Willi Arlt nach Geilenkirchen holen. Er weiß, dass dies nicht einfach sein wird. Gleichzeitig aber möchte er auch den heimischen Kunstschaffenden ein Forum bieten.

Willi Arlt, Künstler aus Lindern, ist der neue Vorsitzende des Vereins „GK Kulturgut! — Kunst & Kultur in Geilenkirchen“. Bei seinem Vorhaben wird Willi Arlt unterstützt vom stellvertretenden Vorsitzenden Herbert Aretz. Den Vorstand vervollständigen Schriftführerin Dr. Christiane Lork, Kassiererin Katalin Islik und die Beisitzer Erika Giegla, Peter Hyden und Joep Albertz.

Unter dem Dach von GK Kulturgut gibt es eine Künstlergruppe mit dem Namen GK Kunst, der 15 heimische Künstler angehören. „Wir wollen auf der ganzen Breite der Kultur tätig werden“, sagt Willi Arlt. Das klingt zunächst wie eine Herkulesaufgabe. Gibt es doch im Kreis Heinsberg eine Reihe Vereine von Pro Arte in Erkelenz, über den Kunstverein Canthe in Hückelhoven und den Kunstverein Region Heinsberg in Heinsberg-Unterbruch bis zum Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen, die mit der Verbreitung von Kunst schon gut beschäftigt sind.

In Geilenkirchen kommen zur Kunst noch das Theater und die Musik hinzu. Die Aufführungen des Grenzlandtheaters werden im Auftrag der Stadt Geilenkirchen angeboten — mit einem städtischen, finanziellen Schutzschild. Die musikalischen Veranstaltungen möchte der neue Vorstand in die Hände der renommierten Chorleiterin Maria Slagboom legen, wobei etwas kostspieligere Konzerte wohl nur mit Hilfe von Sponsoren gestemmt werden können.

Zentrum der Aktivitäten sollen die vier Ausstellungen sein, die übers Jahr verteilt im Haus Basten ausgerichtet werden. Die erste Ausstellung unter der Regie des neuen Vorstands wurde gerade mit Werken von Willi Arlt, Herbert Aretz, Joep Albertz und Peter Hyden eröffnet. Willi Arlt betont, er möchte mit den Ausstellungen exklusiver werden, renommierte Künstler ins Haus Basten holen. Erste Kontakte zu zwei Künstlern aus den Niederlanden wurden bereits geknüpft.

„Wir wollen kulturell voran kommen“, sagt Arlt. Er kennt die Kunstszene der Region gut und hat auch weiterreichende Kontakte im Rahmen seiner künstlerischen Ausstellungstätigkeit geknüpft. Hierin sieht er eine Möglichkeit, „renommierte“ Künstler für Geilenkirchen gewinnen zu können. Das Wort Renommee in Bezug auf einen Künstler ist ein schwer einzugrenzender Begriff. Willi Arlt erklärt ihn scherzhaft mit: „Wer zweimal beim Bäcker ausgestellt hat, ist für mich noch kein renommierter Künstler.“

Den „renommierten“ Malern, Bildhauern, Zeichnern und in anderen Sparten tätigen Kunstschaffenden blieben zwei Ausstellungen der vier jährlichen. Denn neben einer kleinen Gruppenausstellung mit Künstlern der Gruppe GK Kunst soll es auch weiterhin eine große Gruppenausstellung aller GK Künstler geben, die sich mit einem bestimmten Thema befasst. Das Thema 2019 wird die deutsch-französische Freundschaft sein. Ein Künstleraustausch mit der Partnerstadt Quimperlé ist angedacht.

Willi Arlt ist außer in Geilenkirchen auch bei Pro Arte in Erkelenz Vorsitzender und beim Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen 2. Vorsitzender. Dem Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen, so Arlt, sei es bereits gelungen, renommierte Leute heranzuholen. Das sei auch gut für das Image der Stadt. Arlt: „So soll das hier auch werden.“

In Erkelenz habe er vor drei Jahren das Kaleidoskop der Sinne wiederbelebt, das auch schon im Haus Basten präsentiert worden sei. Arlt räumt ein, dass der Unterschied zwischen einem Hobby- und einem renommierten Künstler schleichend sei. Aber da, wo studierte Künstler nicht weiterkommen, würden Autodidakten sich in den Vordergrund schieben. Professionelle Künstler, also solche, die von ihrer Kunst leben könnten, gebe es in der Region ja eh kaum.

So ein Günther Uecker, wie ihn der Kunstverein Region Heinsberg mal hatte, das wäre natürlich auch mal was für Geilenkirchen, sagt Willi Arlt. Er sei überzeugt, dass man auch mit kleinem Geld gute Kunstausstellungen zeigen könne. Arlt: „Wir wollen Geilenkirchen nach vorne bringen, - stufenweise. Wenn wir gute Kunst zeigen, animiert das auch andere Künstler hier auszustellen.“

Quelle: Geilenkirchener Zeitung, Text und Foto: Detmar Fischer